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VERARBEITUNGSHANDBUCH

Verarbeitungshandbuch HATAG Maritime

Detaillierte Spezifikation zur Applikation des Fouling Release Films. Diese Dokumentation dient als verbindliche Grundlage für Werft- und Fachpersonal.

KAPITEL 01

Funktionsweise eines Klebstoffs

Die gesamte Produktpalette basiert auf einem Klebstoff für die maritime Anwendung im und außerhalb des Wassers. Wer die Funktionsweise versteht, vermeidet schwerwiegende Fehler.

Auf molekularer Ebene (10⁻⁸ cm) existiert keine glatte Oberfläche. Alles besteht aus Spitzen und Vertiefungen — das beste Beispiel hierfür ist Glas.

Ein Klebstoff ist kein Kleber. Kleber ist flüssig, enthält Lösemittel und haftet durch Verdampfen des Lösemittels. Ein Klebstoff dagegen ist eine organische Masse aus langkettigen Molekülen, die nicht austrocknet, sondern elastisch bis viskos bleibt.

Beim Aufbringen berührt der Klebstoff zuerst die Spitzen der molekularen Oberfläche, dringt jedoch nicht sofort in die Vertiefungen ein. Das ist die sofortige Adhäsion, auch „Tack“ genannt. Die eigentliche Aufgabe ist die Finalhaftung.

Im Englischen spricht man von PSA: Pressure-sensitive Adhesive. Durch Druck dringt der Klebstoff tiefer in die Vertiefungen ein, die Adhäsion nimmt zu. Druck allein füllt jedoch nicht alle Molekularvertiefungen — Temperatur und Zeit sind notwendig.

Achtung

Wartezeit von 24 bis 48 Stunden einhalten, bevor das Boot zu Wasser gelassen wird. Wird das Boot sofort nach der Beklebung im Wasser bewegt, kann es zur Ablösung kommen.

Die vier Faktoren einer fachmännischen Applikation

Faktor 01

Oberfläche

Wasserabweisend oder wasseranziehend. Ein Primer ermöglicht, die Art der Oberfläche zu verändern.

Faktor 02

Temperatur

Der Klebstoff fließt bei höherer Temperatur besser. Empfohlen sind mindestens 10 bis 12 °C.

Faktor 03

Druck

Folie fest gegen den Bootskörper applizieren. Nacharbeiten mit Rakel oder Rolle, insbesondere an Verbindungsstellen.

Faktor 04

Zeit

Dem Kleber Zeit geben, um seine endgültige Adhäsion zu erreichen.

KAPITEL 02

Elastische Verformung und Hafttest

Unsere PSA-Lösungen enthalten einen elastischen Polymerfilm, der den Krümmungen des Bootskörpers folgt. Ist die elastische Rückstellkraft größer als die Haftkraft, zieht sich die Folie wieder zusammen.

Aus diesem Grund sollte das Aufbringen der Folie mit möglichst wenigen Dehnungen erfolgen. Die Oberfläche muss stets geprüft werden, bevor man sich entscheidet, die Folie aufzubringen.

Subjektive Prüfung der Oberfläche

  1. 01

    Folie aufbringen

    Eine Folie in DIN-A4-Größe auf den vorbereiteten Bootskörper aufbringen und fest aufrakeln oder mit einer Gummirolle andrücken.

  2. 02

    24 Stunden warten

    Den Bogen 24 Stunden hängen lassen, damit sich die Adhäsion in den Molekularvertiefungen ausbildet. Anschließend ablösen.

  • Der Bogen haftet gut und benötigt Kraft zum Ablösen → Die Oberfläche scheint gut zu sein.
  • Der Bogen lässt sich leicht ablösen → Die Oberfläche ist nicht kompatibel. Ein Primerauftrag ist notwendig.
  • Der Bogen löst sich mitsamt des Lackes → Das Boot muss von dieser nicht haftenden Lackschicht befreit werden.

Messbare Prüfung

  1. 01

    Streifen zuschneiden

    Einen 2,5 cm breiten und 20 cm langen Streifen des Produkts zuschneiden.

  2. 02

    Schlaufe bilden

    10 cm fest auf den Bootsrumpf aufkleben, mit den restlichen 10 cm eine Schlaufe bilden, beide Kleberseiten aufeinanderlegen.

  3. 03

    Gewicht anbringen

    Am Ende der Schlaufe einen Beutel für kalibrierte Gewichte anbringen. Ideale Last je 0,2 kg.

  4. 04

    Auswerten

    Eine gute Adhäsion muss einem Gewicht von 1 kg standhalten. Ablösung bei 180° Traktion. Alternativ eine elektronische Kofferwaage langsam und gleichmäßig ziehen.

Hinweis

Diese Prüfung 3 × parallel ausführen, insbesondere an Bereichen, die weniger gut vorbereitet erscheinen. Erschütterungen beim Anbringen des Gewichts vermeiden.

KAPITEL 03

HATAG Fouling Release Film

Der HATAG Fouling Release Film ist die Antwort auf die Frage nach einer Unterwasserschutzbeschichtung, die den Anforderungen im Kampf gegen Klimawandel und Meeresverschmutzung gerecht wird.

Schichtaufbau

Explosionsdarstellung des Schichtaufbaus: PE Schutzfolie, Silikonschicht, Primerschicht, Basisfilm, Marine-Klebschicht, Releaseschicht
Schichtaufbau des HATAG Fouling Release Films von der PE Schutzfolie bis zur Releaseschicht.
  • PE Schutzfolie — wird nach Applikation abgezogen
  • Silikonschicht — Fouling Release Funktion
  • Primerschicht
  • Basisfilm
  • Marine-Klebschicht
  • Releaseschicht — wird vor Applikation entfernt

Energie- und emissionssparend

Der Film sorgt für glatte, reibungsfreie Unterwasser-Oberflächen. In Tests wurde eine Verringerung des Widerstands um acht bis 14 Prozent gemessen. Bereits bei fünf bis sechs Knoten Rumpfgeschwindigkeit löst sich Bewuchs von den Rümpfen und fällt in die natürliche Umgebung zurück.

Kostenersparnis und Entsorgung

Die Folie ist langlebig und hält die Effizienz über mehrere Jahre aufrecht — durch geringeren Treibstoffverbrauch und erheblich reduzierte Werft- bzw. Dockzeiten. Da die Folie aus ungiftigen Bestandteilen besteht, benötigen Werften keine Spezialisten für Entfernung oder Entsorgung.

Was macht einen guten Schutz aus?

  • Breites Wirkungsspektrum
  • Geringe Toxizität für alle Arten von Meereslebewesen
  • Geringe Wasserlöslichkeit
  • Keine Bioakkumulation in der Nahrungskette
  • Keine persistente Vergiftung der Umwelt
  • Mit Farbrohstoffen kompatibel
  • Einheitliche glatte Oberfläche
  • Migrationsfreie Ablösung von Verschmutzungen
  • Reduzierung des Wasserwiderstands
  • Lange Lebensdauer
KAPITEL 04

Vorbereiten der Bootskörper

Idealerweise wird das alte Antifouling vollständig entfernt und der Bootskörper so behandelt, als würde ein neues Antifouling aufgebracht. Wir arbeiten meist mit vier Arten von Bootskörpern.

Bei Preisberechnungen einen Verschnitt von 20 % berücksichtigen. Verschnitte lassen sich wiederverwerten, wenn sie nicht zu klein ausfallen. Wir bearbeiten die Bootskörper mittels Trockeneisstrahlen — erfahrungsgemäß das beste Ergebnis.

Material 01

Stahl

Stets mit Korrosionsschutz schützen. TEFROcor 150 SW von GTF Freese verbindet sich gut mit unserem Klebstoff; Relest Marine 470 1K-PVC-Sealer ermöglicht keine gute Adhäsion.

Material 02

GFK

Formentrennwachs zieht in die Gelbeschichtung ein und muss abgewaschen werden. Normalerweise haften unsere Klebstoffe sofort auf Gelcoat ohne Wachs — nur eine Überprüfung bringt Sicherheit.

Material 03

Aluminium

Direkt applizierbar nach Reinigung und Entfettung mit Isopropanol oder Aceton. Leichtes Sandstrahlen ist ideal. Grobe Schweißnähte mit reaktivem Primer vorbehandeln.

Material 04

Holz

Keinesfalls auf nicht lackiertem Holz aufbringen. Die Folie bildet eine Feuchtigkeitsbarriere. Die Beklebung eines gewachsten oder geölten Bootes ist absolut unmöglich.

Empfohlene Primer

  • Primocon von International Paint (IP)
  • Interprotect von IP
  • Relest protect 277 Primer von BASF
Achtung

Wöhlert Marine Primer Grau, VC TAR2, Light Primer und Under Water Primer von Hempel reagieren chemisch mit unseren Klebstoffen — der Kleber lässt sich dann nicht mehr ablösen. Einzige Möglichkeit der Entfernung bleibt Sandstrahlen.

Hinweis

Bei Aluminium dürfen zwischen Schutzanstrich und Anschleifen nicht mehr als 4 Stunden liegen, damit sich keine neue Oxidationsschicht bildet.

KAPITEL 05

Aufbringen des Produkts

Ist der Bootskörper vorbereitet, können weitere Probleme auftreten. Das Produkt darf keinesfalls auf einer Oberfläche aufgebracht werden, die nicht richtig trocken und ausgehärtet ist.

Staub, Sand und Meeresgischt müssen vor dem Verkleben mit Isopropanol entfernt werden. Eine Reinigung mit Wasser ist nicht zu empfehlen, da die Trocknung lange dauert und Fette sowie Silikonrückstände nur unzureichend entfernt werden.

Achtung

Das Bekleben einer feuchten Oberfläche ist zu vermeiden — es bildet ideale Bedingungen für eine osmotische Reaktion. Folgen: Korrosion, Osmose bei GFK, Faulen des Holzes, Ablösen der Folie.

Nicht bei Temperaturen unter 10 °C oder bei Regen ohne Regenschutz applizieren. Alle Produkte müssen Stoß-zu-Stoß aufgebracht werden, da sonst Fouling an der Verbindungsstelle auftreten kann.

Versiegelung

Die Hatag Maritime Fouling Release Folie schwarz wird mit einer dünnen Schicht SILIC One (schwarz) von Hempel, INTERSLEEK RAPID von IP oder Intersleek 1100SR (3-Komponenten, Volumenverhältnis A = 90, B = 20, C = 10) versiegelt. Topfzeit ca. eine Stunde; 100 ml reichen für ein Boot von 10 Metern.

Hinweis

Auf der Fouling Release Folie haftet keinerlei handelsübliches Tape. Der Kontaktkleber Magnum Bond K&D ermöglicht das erneute Verkleben kleiner Oberflächen an den Rändern.

KAPITEL 06

Wissenswertes

Überwinterung, Lagerung, Erneuerung und Notreparatur — die wichtigsten Hinweise für den laufenden Betrieb.

Überwinterung und erneutes Wassern

Die Boote können im Wasser bleiben. Zu Saisonbeginn die Oberfläche mit Schwamm, Bürste oder Schaber von Schlickablagerungen befreien. Silikon verhält sich elektrostatisch und zieht Staub und Sand an; eine mechanische Reinigung mit nasser Bürste vereinfacht den Vorgang.

Achtung

Silikon ist äußerst druckbeständig, jedoch nicht widerstandsfähig gegenüber Kratzern und mechanischem Abrieb. Hebegurte mit einem Stück Teppich schützen.

Haltbarkeit und Lagerung

  • Aufgebrachte Folie: Mindestwirksamkeit von 5 Jahren, bei regelmäßiger saisonaler Reinigung länger.
  • Rollen trocken bei 5 bis maximal 20 °C und geschützt vor Sonneneinstrahlung lagern.
  • Nicht unter einer Plane lagern — Kondenswassergefahr.
  • Maximale Lagerdauer 1 Jahr; der Klebstoff verliert über die Zeit seine Haftkraft.

Erneuern und Ersetzen

Der Film kann als schützende Grundlage dienen und mit Hempel Silic One oder Intersleek 1100SR überstrichen werden — ein Anstrich pro Jahr genügt. Zum Ersetzen die Folie unter Einschlagen auf 180° abziehen, ggf. mit Heißluftdüse. Die neue Folie lässt sich auch auf Klebstoffresten aufbringen; die Haftkraft wird dadurch sogar verbessert.

Hinweis

Notreparatur unter Wasser: Acrylatkleber kleben im Wasser nicht. Verwenden Sie Kleber vom Typ MS 3000 Pro oder MS 3000 Clear AXON.

KAPITEL 07

3D-Oberflächen und Verbindungsstellen

Im Vergleich zur handelsüblichen Vinylfolie lassen sich Hatag Maritime Folien nicht in die Länge ziehen. Die Verbindungsstellen müssen ohne Überlappung beklebt werden.

Die Heißluftpistole ist bei Vertiefungen nützlich. Nach dem Aufbringen die Folie gut anwärmen (~90–100 °C), um die Haftkraft zu verbessern und Spannungen aus der Folie zu entfernen.

  • Vertiefung in Tassenform: Folie in zwei Teile schneiden.
  • Vertiefung in Form einer Rinne: der Krümmung folgen, Folie eventuell am Boden zuschneiden.
  • Rechtwinklige Kanäle: Folie genau an einem der rechten Winkel zuschneiden.
  • Stumpfer Winkel > 90°: kein Problem.
  • Spitzer Winkel < 90°: Folie auf Höhe der Ecke zuschneiden.

Stoß-auf-Stoß Verbindungsstelle („englischer Schnitt“)

  1. 01

    Überlappend anlegen

    Beide Folien gegenüberliegend anbringen, ohne das gesamte Papier abzuziehen — nur wenige Zentimeter bedecken.

  2. 02

    Durchschneiden

    Beide Folien gemeinsam mit dem Cutter zuschneiden.

  3. 03

    Verkleben

    Papier abziehen, beide Teile aufkleben, sorgfältig mit Rolle oder Rakel bearbeiten und erwärmen.

Füllen der Verbindungsstellen

Perfekte Ausführung: Klebeband von einer Seite zur anderen mit 5 mm Zugabe aufbringen, Silikonbeschichtung mit Pinsel auftragen, Silikonbänder nach dem Trocknen abnehmen. Schnelle Ausführung: kein Tape verwenden, direkt mit dem Pinsel auftragen.

Hinweis

Wassern des Boots: Boot samt Schutzfolie nach Möglichkeit 24 Stunden außerhalb des Wassers lassen. Hebegurte mit Teppich polstern, Rutschen der Gurte vermeiden.

KAPITEL 08

Produkteinschränkungen

Unsere Folien sind biozidfrei. Sie verhindern Fouling nicht, sie beugen dessen Haftbarkeit auf der Oberfläche vor.

  • Schleimablagerungen lösen sich unter normalen Umständen wieder, sobald das Boot eine Geschwindigkeit von 9 Knoten erreicht.
  • Nur zertifizierte Installateure sind ausgebildet, die maritimen Folien aufzutragen.
  • Boote mit Hatag Folie sollten 40 Knoten (64 km/h) nicht überschreiten.
  • Folien können Osmose vorbeugen, sind jedoch kein vollständiger Schutz vor Osmosebildung.
  • Reinigung mit Hochdruckreiniger möglich, jedoch nur mit angepasstem Druck.
  • Reinigung alle 3 bis 4 Monate empfohlen, idealerweise zu Saisonbeginn.
  • Haltbarkeit Hatag Fouling Release Film: bis 5 Jahre.
  • Verblassen der Farben durch Sonnenlicht ist möglich.
Achtung

Das Aufprallen auf Wellen bei hoher Geschwindigkeit beschädigt das Silikon und beeinträchtigt die Funktionalität. Mechanische Belastung während des Gleitens minimieren.

Die Informationen in diesem Dokument basieren auf Labortests und praktischer Erfahrung. Hatag Maritime kann nichts außer der Qualität des Produktes selbst garantieren und behält sich das Recht vor, die vorliegenden Daten ohne weitere Ankündigung zu ändern.

KAPITEL 09

Spezifikation der Produkte

Die Spezifikationen der Produkte finden Sie auf den beiliegenden technischen Datenblättern.

Kennwert 01

Wirkdauer

Bis 5 Jahre, abhängig von Wasserqualität, Reinigungsintervallen und Fäulnisregion.

Kennwert 02

Reibungsminderung

Ca. 9 % bei 20 Knoten, bei transparentem Produkt bis ca. 10 %.

Kennwert 03

Max. Geschwindigkeit

40 Knoten (64 km/h) sollten nicht überschritten werden.

Kennwert 04

Applikationstemperatur

Mindestens 10 bis 12 °C, trockene Oberfläche, kein Regen.

KAPITEL 10

Häufig gestellte Fragen

Antworten zu Klebstoff, Untergründen, Betrieb und Lebenszyklus unserer Produkte.

Ist Ihre Klebefolie zuverlässig?+

Wir haben einen vollkommen neuen Klebstofftest entwickelt — unter trockenen Bedingungen sowie im Wasser bei 20, 50 und 90 °C über viele Wochen, zusätzlich nach Behandlung, Migration und Alterung. Sie können unserem Klebstoff vertrauen, dies bedeutet jedoch nicht, dass man den PSA ohne vorherige Prüfung auf allen Oberflächen applizieren kann.

Sind alle Klebstoffe Ihrer Maritime-Produktpalette gleich?+

Nein, jedes Produkt hat eigene Merkmale, denen sich der Klebstoff jeweils anpasst.

Müssen wir die alte Beschichtung bis auf die Gel- oder Stahlschicht entfernen?+

Es wäre am besten, ist jedoch nicht zwingend notwendig. Haftet der Anstrich schlecht, muss er entfernt werden. Rückstände können belassen werden, wenn die gesamte Oberfläche mit Primocon, Interprotect oder Nautix behandelt wird — die Prüfung mit dem DIN-A4-Folienstück muss trotzdem erfolgen.

Wie verhalte ich mich bei Bootskörpern aus Aluminium?+

Dies ist die einfachste Oberfläche: entfetten, ggf. leicht mit Sandpapier bearbeiten und nachträglich entfetten. Achtung bei großen Schweißnähten, die sich gelegentlich schlecht bekleben lassen.

Kann das Produkt eingefärbt werden?+

Ja, ab einer Mindestbestellmenge von 2.000 Laufmetern.

Hält das Produkt, wenn das Boot sandet?+

Ja, jedoch besteht die Gefahr, die PVDF-Schicht beim Aufprall im Sand zu zerstören.

Können wir das Boot auf dem Trailer rollen?+

Ja, jedoch sollte Reibung gegen eine harte Oberfläche vermieden werden. Idealerweise die Rolle durch ein kleines Stück Teppich schützen.

Wieviel Kraftstoff können wir dank Hatag Maritime FRF sparen?+

Die Reibung wird auf der industriellen Testanlage um etwa 10 % verringert. Da nicht die gesamte Oberfläche Reibung ausgesetzt ist, erwarten wir 30–50 % der Testwirkung — nach unserem Wissen rund 10 % Kraftstoffeinsparung.

Was geschieht am Ende des Lebenszyklus des Produkts?+

Sie ziehen die Folie vom Bootskörper ab und bringen eine neue Folie an, ohne weitere Vorbereitungen.

Was geschieht, wenn sich ein Bereich ablöst?+

Wir bieten einen Spezialklebstoff an, um die Folie wieder festzukleben. Dies ist auch im Wasser möglich, jedoch müssen Sie hierfür tauchen.

Kann das Boot im Wasser überwintern oder muss es gedockt werden?+

Beides ist möglich. Außerhalb des Wassers den Bootskörper mit einer Folie schützen und vor dem Wassern mit Wasser reinigen. Im Wasser zu Saisonbeginn mit Schwamm oder Bürste reinigen.

KAPITEL 11

Osmose

Auf den ersten Blick scheint ein GFK-Laminat wasserdicht. Tatsächlich ist ein GFK-Gelcoat hinsichtlich Wasserdampfdurchlässigkeit nicht völlig dicht.

Feuchtigkeit findet Wege, um von außen nach innen zu diffundieren und erreicht eingeschlossene Blasen mit Resten von nicht ausgehärtetem Harz, Härter und Binder. Die Wassermoleküle lösen diese Rückstände auf; das Zersetzungsprodukt ist eine Säure. Der osmotische Prozess setzt ein, die Blasen füllen sich und drücken das Gelcoat nach außen.

Osmoseblasen erkennen

  • Farbblasen sind in der Regel kleiner und kreisrund.
  • Osmoseblasen sind deutlich größer, unregelmäßig und wolkenähnlich geformt.
  • Optische Probe: parallel zum Unterwasserschiff gegen das Licht schauen, in Hallen mit Scheinwerfer oder Taschenlampe.
  • Schleiftest: Farbblasen werden weggeschliffen, Osmoseblasen bleiben als weißes Pockenbild sichtbar.
  • Fortgeschrittenes Stadium: beim Anstechen tritt eine sauer riechende Flüssigkeit aus.
Hinweis

Auf unseren Osmoseschutz geben wir in Kombination mit der Antifouling Folie 5 Jahre Gewährleistung.

KAPITEL 12

Programm der Schulung

Folienwickeltechnik, Werkzeugkunde und Systemverständnis — die Inhalte der zertifizierten HATAG Maritime Schulung.

  • Position der Rakel auf ebener Oberfläche
  • Folienwickeltechnik und Verlegestrategie
  • Stoß-zu-Stoß-Verlegung und englischer Schnitt
  • Umgang mit Heißluftpistole und Rakel
  • Verbindungsstellen füllen und versiegeln
  • Schäden erkennen und ausbessern
  • Systemaufbau
  • Osmose erkennen
Hinweis

Nur zertifizierte Installateure sind in der Lage, die maritimen Folien korrekt anzubringen.